Dr. Klinken – hilft! doktorklinken@hotmail.com

Dezember 15, 2006

Koffein und Kiffen

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 2:47

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Wer sich zur Mittagszeit in der Nähe von Jugendlichen aufhält, kann zwei Szenerien beobachten.

An den Kassen der Migros oder Coop reihen sich die Dosen aneinander, die ein Gemisch von Sirup, Koffein und der fast geheimen Zutat Taurin enthalten. Begleitet werden die Dosen, während sie auf dem Band in Richtung Kasse ziehen, von einem langsamen, schon fast andächtigen Marsch von Schülern. Es kann in seltenen Fällen vorkommen, dass ein Brötchen oder ein Salätchen die Dose säumt. Stolz das Ding erstanden zuhaben, wird der Taurin geladene Saft geöffnet und auch sofort konsumiert.

Zum anderen bilden Jugendliche bei Sonnenhöchststand kleine Gruppen, die sich in vermeindlich heimlichen Plätzen zusammenrotten um dem Ritual des Cannabisrauchens zu frönen. Von süsslichem Geruch untermalt, gepaart mit der Sprache von MTV und traditionell jugendlicher Kleidung, zelebrieren die Jugendlichen die Distanzierung zu den Erwachsenen.

Es ist doch nun interessant zu analysieren, ob, in welcher Kombination und wie sich der Kosum der verschiedenen Stoffe auswirkt. Zum einen haben wir da das Koffein (das Taurin blenden wir mal aus. Ehrlich gesagt will doch niemand Stierhodenhormone im Sirup) und zum anderen das THC. Eine Paarung wie sie gegesätzlicher nicht sein könnte. Das pulserhöhende Koffein, welches die Gedanken und den Körper beschleunigt und das THC, welches Muskeln und Hirnmasse einschlafen lässt.

Nehmen wir eine Beispielsklasse. Katastrophal! Es ist die erste Stunde nach der Mittagspause. Die Energydrink Konsumenten sitzen schon seit 10 Minuten unruhig auf den Stühlen. Von den Kiffern sind gerade noch die Hälfte gekommen und diese schleifen sich etwas verspätet zu ihren Plätzen. Setzen wir nun die Energytrinker auf die rechte Seite des Klassenzimmers und die Kiffer auf die linke Seite. Die rechte Seite reckt die Hände, noch bevor der Lehrer eine Frage zu Ende formuliert hat, in die Höhe und antwortet im Eilzugstempo. Genau so ist auch die Länge der Antworten. Getrieben von Koffein wirbeln die Gedanken hin und her. Völlig machtlos muss der Lehrer dies über sich ergehen lassen. Unruhig sitzen sie da und die Blicke ruhen kaum eine Sekunde am selben Ort.

Auch die linke Seite reckt die Hände dann und wann mal in die Höhe, jedoch nicht unbedingt dann, wenn der Lehrer eine Frage gestellt hat, sondern eher dann, wenn die THC-Geplagten glauben, dass der Lehrer eine Frage gestellt hat. Oder aber um den wirklichen Sinn von Tafelkreide den Unwissenden kund zu tun. Auch bei diesen Schülern wirbeln die Gedanken; nur eben etwas anders. Entsprechend den Substanzen, die sich im Hirn breit machen, fällt auch die Antwort bzw. der Kommentar aus. So langsam, dass die Koffeinkonsumenten fast durchdrehen, was jedoch nicht minder Zeit in Anspruch nimmt. Ein schreckliches Bild. Wer möchte da noch Lehrer sein?

Was aber, wenn sich Amphibien im Mittagsdschungel bewegen? Zuerst wird THC, im Anschluss Koffein konsumiert…Erkennen diese Schüler den wahren Sinn der Tafelkeide extrem schnell oder schnellt bei jeder Frage des Lehrers die Hand in die Höhe um dann antworten zu müssen, dass man die Antwort vergessen habe?

Die SVP droht mit Opposition! – Wie, was macht die SVP?

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 9:30

Zylinder

Was Ueli Maurer wohl aus dem Zylinder zaubert?

Gerstern trugen uns die Herolde in diesem unserem Lande Neuigkeiten zu, die so niemand erwartet hätte. Unser lieber Mitbürger Ueli Maurer äußerte sich wieder einmal unerwünscht. Doch dieser Mann verpaßt keine Chance uns zu überraschen. Eine Nachricht die wir so nie erwartet hätten. Niemand! Ueli Maurer hat die erstaunliche und verblüffende Gabe die Zukunft vorherzusagen. Nostradamus ist im Vergleich mit ihm höchstens noch ein schlechter Meteorologe. Ich wünschte, ich hätte den guten Mann als Götti. Er würde mich immer von Neuem überraschen und ich wüßte nie, was ich zu Weihnachten oder zum Geburtstag bekäme. Oder doch nicht? Den obligaten Götti-Telefonanruf müßte ich wohl von einer Anrufmaschine entgegennehmen:

„Hoi. Ich bin din Götti, dä Ueli Muurer. Ich wünschä dir ales Gueti zum Geburtstag.Wännt du wötsch wüssä was ich dir schänkä, truck Taschtä 2. Wennt du das nöd wüssä Truck Taschtä 3.
Also, nomel ales Gueti zum Geburtstag! Wennt du das Ganzä gad nomel wötsch ghörä truck Taschtä 9.“

Naaja, lieber doch nicht! Aber zurück zum Thema. Die Prophezeiungen in die uns Ueli Maurer einweiht übertreffen jedes Maß. Gestern konnten wir erfahren, was die SVP zu tun gedenkt, wenn ihr Bundesrat Christoph Blocher am 12. Dezember 2007 nicht wiedergewählt wird. Die Folgen sind nicht auszudenken. Die SVP (na, wollt ihr es erraten? Ich nehm’s vorweg aber sprecht es langsam aus) geht in die OPPOSITION! Die Schweiz wird im Chaos versinken! Wie wird die Schweiz nur funktionieren, wenn die SVP in die Opposition geht? Verängstigte Frauen und Männer, die hysterisch kreischend vor das Bundeshaus urinieren? Jugendliche, die andere verprügeln OHNE das Ganze auf dem Handy zu filmen? Nicht auszudenken, welche Folgen das für die Schweiz hätte. Wir müssen alles Menschenmögliche tun, dies zu verhindern.

Es drängt sich dem mäßig politinteressierten Menschen eine zwingende Frage auf: Was hat die SVP denn bis anhin gemacht?! Will uns die SVP einfach nur verwirren und kündigt an, das zu tun, was sie bis jetzt immer getan hat? Wenn die SVP bis jetzt nicht Oppositionspolitik gemacht hat, wie sieht es denn aus, wenn sie das wirklich macht? Ich hab mal im allwissenden Wikipedia unter Opposition nachgeschlagen. (Sagt man „nachschlagen“, wenn man im Internet sein Wissen erweitert? Richtig müsste es wohl heissen, dass ich unter Wikipedia das Wort Oppositon gegoogelt habe. Egal.)

Es finden sich verschiedene Definitionen von „Opposition“:

1. „eine sich in einem entsprechenden Verhalten äußernde gegensätzliche Auffassung“

2. „in der Politik eine Partei oder Gruppe, die der herrschenden Politik Widerstand
und Ablehnung entgegenbringt“

Hm, kleines Experiment. Versuchen sie mal einer Person, die sich in der schweizerischen Parteienlandschaft nicht heimisch fühlt, die SVP zu erklären ohne die oben genannten Definitonen zu verwenden. Na? Geht nicht! Es könnte sich um einen Auszug aus den Statuten der SVP handeln, oder?

Mal ehrlich, es wird doch gar nix passieren. Es wird mich immer noch mehr stören, das gemietete Schlittschuhe immer unerträgliche Schmerzen verursachen, als dass die SVP in die Opposition geht. Die Welt wird genau so sein wie zuvor. Jugendliche werden weiter prügeln, Simon Amman wird am Super10Kampf teilnehmen und noch immer wird kein Europäer zugeben, daß wir irgendwie insgeheim doch ein bißchen froh sind, daß die U.S.A. das mächtigste Land ist und nicht ein noch fremderes.

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

Dezember 6, 2006

DIE JUGENDLICHEN – Sie lauern überall

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 6:55

Es ist erstaunlich, wie schnell sich der Begriff „Jugend“ gewandelt hat. Von einem gottähnlichen Zustand, den Menschen mit gefurchten Gesichtern und voluminösen Bäuchen erlangen wollten, zu einem Schimpfwort übelster Art. Die Verbrechensbekämpfung ist um eine Gruppe Verdächtiger reicher. Die Jugendlichen! Niemand möchte den folgenden Dialog in einer Schönheitsklinik führen müssen:

- „Ich möchte jugendlicher aussehen!“ sagt die Patientin.

- „Was möchten sie?“ fragt der Arzt.

- „jugendlicher aussehen.“ antwortet die Patientin.

- „Ich wurde von Jugendlichen verprügelt.“ stellt der Arzt fest.

- „Und?!“ fragt die Patientin.

- „Wollen sie aussehen wie ein Verbrecher?“ fragt der Arzt.

Die Hersteller von Cluedo denken laut darüber nach, den „Professor“ gegen den „Jugendlichen“ als Verdächtigen auszutauschen. So auch die mögliche Tatwaffe. Das Eisenrohr wird gegen „das Handy“ ausgetauscht. So ist zwar der Tod nicht durch das „Handy“ verursacht worden sondern durch Fusstritte, doch das ganze wurde als Happy-Slapping aufgezeichnet. Das Alibi des Jugendlichen: Abhängen. Nicht gerade stichfest. Das Motiv: Langeweile. Na, vielleicht sollte sich Cluedo dieses Projekt nochmals überlegen. Es könnte schliesslich immer der Jugendliche gewesen sein.

Früher fiel der Verdacht in Kriminalfällen zu einem Zeitpunkt immer auf den Gärtner. Heute ist es wohl der Nachbarsjunge mit seinen Homies.

Was sollen wir nur tun? Die Hilfeschreie der Bevölkerung häufen sich. Jugendliche wo man nur hinschaut. Was sie wohl wieder planen? Die heutige Jugend ist nicht mehr das, was sie früher mal war. Oder doch? Werfen wir mal einen Blick in die Historia. In den 80ern glaubte das Establishment, dass die Jugendlichen nicht mehr zu retten sei mit ihren aufgestellten, farbigen Haaren und Lederjacken. Zürich brannte. Der Staat als Feind! In den 60er Jahren: kiffende Gruppen von Jugendlichen in selbstgenähten Kleidern und mit aussenpolitschen Meinungen rottenten sich in Komunen zusammen und planten Demonstrationen. Wo waren nur die Eltern? 30- und 40er Jahre: in Deutschland versammeln sich Jugendlichen in Gruppen unter dem Namen „Hitlerjugend“. Nicht gerade das, was man sich unter einem vorblidlichen Schwiegersohn vorstellt, oder?

Die Gründe für die „heutige Jugend“ sind schnell gefunden. Spielkonsolen, Fernsehen, Internet und natürlich die Musik. Vergesst nie die Musik. Alles vom Teufel! Was hilft wohl schnell und kostet nix? Verbieten! Verbieten als Aspirin gegen die Migräne. Nehmt den Jugendlichen alles weg, was irgendwie unmoralisch ist. Das Handy, das Fernsehen, das Internet, die Werbung, die kurzen Röcke, die tiefen Ausschnitte, die sogenannte HipHop-Musik, etc. Wir müssten die Jugendlichen schon anketten, ihnen die Ohren verstopfen und die Augen verbinden um alle vermeindlich negativen Einflüsse zu stoppen. Wie hat man noch gelacht über die Amis mit ihren moralischen Regeln. Aufgepasst! Wir steuern auf eine Moralgesellschaft hin, die viel verbietet aber doch nichts bringt!

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