Dr. Klinken – hilft! doktorklinken@hotmail.com

November 21, 2006

Word, man word 2 (Männer hören sehr wohl zu; nur nicht den Frauen)

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Gehörschutz

Ich habe Ihnen vor einiger Zeit, die fehlerhafte Statistik zu den verbalen Ergüssen von Mann und Frau dargelegt. Ich kritisierte die Anzahl der gesprochenen Worte der Männer. Laut Untersuchungen und Statistiken sprechen Männer ungefähr 7000 Wörter pro Tag, Frauen ca. 20 000.

Nun zeigt eine neue Untersuchung aus den USA, das sich Kleinkinder bei der Sprachentwicklung am Vater orientieren, trotz dessen anorektisch mageren Bedürfnis sich kund zu tun. Dies bedeutet nicht, dass die Frauen dem Kind nicht genug Liebe, Nähe und Zuneigung geben.

Grund ist der Redeschwall, der über das Neugeborene hereinbricht. Das Kind, nicht in der Lage sich physisch zu wehren oder wegzulaufen, muss alles über sich ergehen lassen. Die einzige Flucht die dem Opfer bleibt, ist die Konzentration auf andere Laut- oder Bildquellen im Raum zu shiften, sodass das mütterliche Bedürfnis, den Tag mit allen Vorkommnissen und den dazugehörigen Gefühlszuständen sich von der Seele zu reden, nur noch als Rauschen im Hintergrund empfunden wird.

Und es stimmt also doch, dass in jedem Mann noch ein kleiner Junge steckt, oder vielleicht doch eher ein Säugling. Denn genauso wie das Kleinkind, funktioniert auch der Mann. Weglaufen, um der riesigen Menge an Informationen zu entgehen, könnte das Ende der Beziehung zur Folge haben. Übrigens auch die Anwendung der physischen Überlegenheit. Es ist folgedessen derselbe Schutzmechanismus wie derjenige des Kleinkindes.

Fragen sie bei ihrem Liebsten nach, liebe Damen! Antwortet er jedoch: „Ja Schatz!“ oder „Ich stimme dir voll und ganz zu.“ oder nimmt er Sie ohne Worte in die Arme und macht Brumgeräusche können Sie davon ausgehen, dass er just in diesem Moment die Kleinkindertechnik anwendet.

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

November 17, 2006

Ueli Maurer, Christoph Mörgeli & Co. – Maulkorbfrei!

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Maulkorb

Nun ist es also Tatsache. Die SVP will doch nun tatsächlich die Antirassismus-Strafnorm attackieren. So lauten die Kritikpunkte unter anderem, dass das Recht auf Meinungsfreiheit eingeschränkt werde, ermuntere zu missbräuchlichen Klagen, provoziere aussenpolitische Spannungen. Natürlich ist nach SVP diese Ausgebeburt des Teufels auf dem Mist von Linken, und Grünen Andersdenkenden gewachsen.

Andersdenkende? Was ist ein Andersdenkender?

„Oh Schreck, ich habe festgestellt, dass meine Frau anders denkt als ich. Ist sie nun eine Andersdenkende?“ schrieb Hans B. an den Blick-Ratgeber.

Ist dies ein Spiel zwischen den Gleichdenkenden und den Andersdenkenden? „Die Andersdenkenden scheinen Probleme im Team zu haben. Die Kommunikation scheitert an den verschiedenen Meinungen. Jeder denkt verschieden. Bei den Gleichdenkenden ist eine Harmonie zu verzeichnen. Weder Diskussionen noch Streit tritt in den Reihen der Gleichdenkenden auf.“

Missbrächliche Klagen? Ja genau, ohne die Antirassismus-Strafnorm hätte ich nie eine Klage gegen meinen Nachbar angestrengt, da dieser seine Hecke zu hoch hat wachsen lassen. Wie? Was? Verstösst jemand gegen ein Gesetz, wird er bestraft. Fahre ich zu schnell und werde erwischt, dann hat dies einen tieferen Sinn, als mir nur Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Sinn, der wohl am klarsten sein sollte ist, dass es gegen das Gesetz verstösst! Wo bleibt denn die Logik Herr Mörgeli, Maurer, Rutz! Dann wäre das gesamte ZGB/OR und StGB eine Sammlung von Werkzeugen um Prozesse anzustrengen.

Nein nein, ein Gesetz hat nicht den Sinn, das Zusammenleben zu regeln und zu schützen. Es soll den Leuten, die dies gerne tun, die Möglichkeit bieten vor Gericht zu ziehen…was?

Maulkorb? Dann dürfte also jeder Herr Mörgeli öffentlich denunzieren. Schliesslich soll jeder sagen dürfen, was er denkt. Nehmen wir an, jemand lanciert eine Plakatkampagne in der gesamten Schweiz auf der zu lesen ist: „Herr Mörgelis grinsen nervt!“

Nun, nach der Logik der SVP darf diese Person diese Meinung frei und offen vertreten. Schliesslich will man keine Maulkörbe, oder? Es muss ja schliesslich darüber diskutiert werden können. Es soll schliesslich nicht Sache des Gerichtes sein, über Herrn Mörgelis Körperausdünstungen zu urteilen. Darüber hinaus führt sein Grinsen zwar nicht zu aussenpolitischen Spannungen, sondern zu ebensolchen in meinem Hinterkopf. Man sollte die Untersuchungen von Handystrahlung einstellen und stattdessen die Beeinträchtigung der Leistung bei den Menschen untersuchen, die unter dem Einfluss dieses Grinsen stehen. Wie gesagt, nur eine Meinung.

Schauen wir mal, was ohne dieses Gesetz so passieren kann. Ein Blick in eine fiktive Zukunft. Ein kleiner Mann mit Schnurrbart aus Österreich könnte eine Partei von Erfolg zu Erfolg führen und am Ende Bundesrat werden. Der Mann könnte die Auffassung vertreten, dass alle Andersdenkende (freie Definition), Linke, Behinderte, Homosexuelle und nicht Christen es nicht verdient haben zu leben. Er könnte alle seine Gegener in Viehtransporten in Lager schicken und diese dort alle umbringen. Leider fehlt uns dank der SVP das Gesetz um diesen Kerl vor Gericht zu bringen…Oh,nein, warte mal…das ist passiert!

„Hallo Deutschland im Jahre Dreiunddreissig, hier spricht die Schweiz!“

Christoph Mörgeli sieht die Strafnorm als Werkzeug der oben genannten Parteien, um nicht über die Einwanderungspolitik, Asyl- und Sozialmissbrauch, Ausländerkriminalität oder Islamismus diskurtieren zu müssen.

Wwwwie? Wwwas? Ach ja, stimmt. Als ich letzten Samstagabend mit einem Mitglied der Grünen über den Asylmissbrauch reden wollte, sagte diese Person nur: „Antirassismus-Strafnorm“ und schwieg. Ich war ausser mir.

Es bleiben Fragen. Was sind missbräuchliche Klagen? Was sind Grüne Andersdenkende? Was tut Herr Mörgeli gegen sein Grinsen?

DIE FREIE MEINUNGSÄUSSERUNG!

SCHREIBEN SIE IM KOMMENTAR IHRE FREIE MEINUNG ZU DEN FOLGENDEN PERSONEN!

Ueli Maurer
Ueli

Christoph Mörgeli
Christoph Mörgeli

Gregor Rutz
Gregor Rutz

Luzi Stamm
Luzi Stamm

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

November 12, 2006

10 Dinge die man nicht tut

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 10:46

1. sich beschweren, dass der Tee nicht stark genug sei, wenn dieser Polonium 210 verseucht
ist

2. die neu gewählte Bundespräsidentin warten lassen und sie damit erzürnen
(…im Jahre 1969 konnte die Menschheit live auf dem Mond dabei sein und 2006
klappt eine Schaltung von Zürich nach Bern nicht…)

3. Cumulus- und Superpunkte sammeln
(schon mal den ganzen Mist gesehen, die man mit den gesammelten Punkten er-
stehen kann? Ehrlich, wer benutzt schon den Milchschäumer im Handtaschenformat?)

4. Am Sonntag Weihnachtseinkäufe machen!

5. DJ Bobo an den Eurovision Song Contest schicken
(kaum denkbar, dass nochmal die hässlichste Fresse gewinnt)

6. Anruf-Quiz senden (3+, DSF, etc. Noch nie hatte ein Countdown so wenig Bedeutung)

7. In einem Song zu belehren, dass man kein Gangster sondern nur ein Junge
von der Strasse ist, wenn dies sowieso alle schon gewusst haben

8. SBB-Preise erhöhen

9. Ski Chellenge nur für den PC zu entwickeln

10. aus jedem Vorstellungsgespräch ein Assessment und eine TV-Sendung machen
(Glanz&Gloria sucht neuen Moderator, ich bin schlaflos)

Ueli Maurer am Apparat, grüäzi!

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 9:48

Ueli am Telefon

Liebe Mitmenschen, Patienten und alle anderen die ein Telefon besitzen,

Eines Abends arbeitete ich spät in meiner Praxis als das Telefon klingelte. Ich ging ran, da ich einen Politnotfall erwartete. Es stellte sich heraus, dass Ueli Maurer dran war. Von einem Tonband sprach er von Dingen, die nicht von dieser Erde sein konnten. Ich nahm das Gerede gar nicht richtig war. Magenkrämpfe überfielen mich. Am Boden liegend lauschte ich den Ausführungen und wähnte mich irgendwie an einem Konzert der Band Plüsch oder an einer Rolf Knie Vernissage Ich hörte irgendwie Musik aber trotzdem nicht richtig zu.

Es war furchtbar. Gefangen in der Zwickmühle von Schreck und Neugier. Sie fahren an einem Autounfall vorbei und wollen eigentlich gar nicht hinschauen, trotzdem schweift ihr Blick ungewollt über das Frack, das am Strassenrand steht. All die Polizei und eine Ambulanz…wie es wohl passiert ist? Ungefähr so fühlte ich mich an jenem Abend. Wie gelähmt, war es mir unmöglich den Hörer von mir zu legen. Hätte ich um Hilfe schreien sollen? Pfefferspray vielleicht? Weglaufen? Keine der Lösungen lagen mir in dem Augenblick nahe. Es war, als ob ich vom Moment an, als ich den Hörer abgehoben hatte, ich mich im Würgegriff befand. Ueli Maurer entblösste sich mir verbal…und ich hatte keine Chance wegzuhören…schrecklich.

Als das Tonband endlich endete, was mir wie eine Ewigkeit vorkam, hatte ich das dringende Bedürfnis zu duschen. Dies konnte nicht passiert sein. Oder doch?

Anscheinend habe die SVP diese Informationsverbreitung aus den U.S.A. kopiert, wie ich aus der Tagespresse später erfuhr. Aber sag mal! Mein lieber Mann! Hat denn keiner von denen selber ein Telefon?! Anrufe am Abend und von fremden Leuten…an was erinnert mich das schon wieder…Ach ja! Telefonverkäufer, Umfragen,…erfreuen ja sich allgemeiner Beliebtheit.

Glauben die denn, dass die Leute nach Feierabend nur so vor dem Telefon warten und sich fragen, warum den noch niemand von Cablecom angerufen hat um mitzuteilen, dass sie TVE und BBC wieder ins Programm aufgenommen hätten? (Ausser Stephanie Glaser) Geschweige denn auf Ueli Maurer.

So oder ähnlich muss es im Meeting der SVP-Werbeabteilung zu und her gegangen sein:

- „Komm wir suchen nach neuen Werbemethoden? Hast du eine Idee?“

- „Ja, komm wir versuchen die Leute direkt und Zuhause zu erreichen.“

- „Ja, aber wir machen wir das nur?“

- „Ich habs! Wir rufen sie ganz einfach am Abend Zuhause an. Dann sind die Leute empfänglich und reden gern mit fremden Anrufbeantwortern.

- „Das ist es! Es muss funktionieren. Schliesslich hören die Leute gern jemandem zu, den sie nicht kennen. Vor allem am Abend nach getaner Arbeit.“

- „Juhee, wir haben es! Ich freu mich so!“

- „Ich rufe sofort Ueli an, um ihm alles mitzuteilen. Nein, halt! Er ist sicher noch nicht im Bett. Ich warte besser noch bis 3:00 Uhr früh, dass er auch sicher schon schläft wenn ich anrufe!“

Ojojoj! Es ist ja gut, neue Konzepte auszuprobieren und man staune über Ueli Maurers Mut. Aber so?

Ach ja, gegen Magenkrämpfe und andere Beschwerden, die durch Anrufe von Ueli Maurer ausgelöst wurden helfen Kamillentee und ca. 15 Minuten Schlaf.

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

Der Redaktion bekannt…

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 7:58

Kennen Sie diese schweren Berichte von Schicksalsschlägen in Zeitungen, am Fernsehen oder Radio. Menschen mit richtigen Problemen äussern sich zu einem delikaten Thema. Es ist verständlich, dass diese Menschen ihre Identität nicht preisgeben wollen.

Nun ist es doch so, dass Menschen, die ein Problem von einem Zeitungsexperten beantwortet haben möchten, nicht ihre richtigen Namen unter die Frage setzen. Eheberatung im Blick beispielsweise. Liest man solche Fragen, so ist der Name der Person oft mit einem Stern * gekennzeichnet. Völlig von diesem Stern gefangen schaut man in der erklärenden Legende nach und erfährt, dass der Name von der Redaktion geändert wurde. Pures Staunen. Die Person heisst gar nicht wirklich T. aus F.

Was nun aber, wenn eine Person X aus Y eine Frage hat und diese an Blick sendet. Nun schreibt aber Röbi Müller aus Ägeri nicht Röbi Müller aus Ägeri, sondern um sich schützen Thomas aus Thalwil. Der Brief kommt in der Redaktion an und die nette Redaktion ändert den Namen auf ein Neues um die Person zu schützen. Es kann doch somit leicht passieren, dass aus Thomas aus Thalwil in der Redaktion wieder Röbi aus Ägeri wird, oder? Naja, oder zumindest Röbi M. aus A.

Erstaunend ist auch die Reaktion auf TV-Sendungen, in denen Menschen auftreten, die von Schicksalsschlägen berichten. Zur unerkenntlichkeit veränderte Gesichter, verzerrte Stimmen. Unten links auf dem TV-Schirm werden wir dann darauf hingewiesen, dass die Stimme verändert wurde. Gottseidank! Vielen Dank! Ich dachte schon, der nette Mann hätte ganz andere Probleme als nur Syphillis.

November 1, 2006

nomen est omen

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 12:56

Logo SVP

Auf der Homepage der SVP Zürich findet man unter „die Partei“ die Rubrik „häufige Fragen“(!). Unter dieser Rubrik steht die Frage: „kann man fristlos aus der SVP des Kantons Zürich austreten?“ Die Antwort ist zwar kurz aber nicht minder wertvoll. Sie lautet: Ja.

Dass man diese Frage unter „häufige Fragen“ findet, ist wohl nicht sehr beruhigend für die SVP Zürich. Wird das Angebot auch rege genutzt? Dies hängt vielleicht zusammen mit einer weitern Frage, die unter derselben Rubrik zu finden ist:

„Kann man als ausländischer Staatsangehöriger Mitglied der SVP des Kantons Zürich werden?“
Auch diese Frage wird nur mit einem kurzen „Ja“ beantwortet.

Klick auf häufige Fragen auf der Homepage der SVP Zürich:
häufige Fragen

Treten immer mehr Schweizer aus der SVP aus und immer mehr Ausländer ein? Überfremdung im Herzen der Schweiz? Wird die Schweizerische Volkspartei endlich zu einem Repräsentant des Volkes, das in der Schweiz lebt? Wird die SVP zur Partei der gemischten Kulturen?

Die Taktik scheint in diese Richtung zu gehen. Herr Blocher, Mörgeli und Maurer bemühen sich auf jeden Fall schon mal um ein gutes Verhältnis zur Türkei. Die Schweiz soll wohl eine Plattform für offene Diskussionen im Bereich „Tabuthema“ werden. Der „Speakerscorner“ der Welt sozusagen.

Ob auch der Tourismus so wieder anzieht? Vielleicht steht es in Ferienkatalogen in Zukunft folgendermassen geschrieben:

„Kommen Sie in die Schweiz! Legen Sie Ihren Maulkorb ab und reden offen! Ob sie nun einen Genozid oder sonstige Tabuthemen verleugnen wollen. Wir werden Sie weder unterbrechen noch am Wahrheitsgehalt Ihrer Aussage zweifeln. Dies ist schliesslich die Aufgabe der Wissenschaft und nicht der Politik. Sollten Sie wider Erwarten dennoch Probleme mit der hiesigen Justiz bekommen, wird der Justizminister persönlich dafür sorgen, dass Ihnen kein Unrecht geschieht.“ „Die Schweiz – Das Land der freien Meinungsäusserung!“

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