Guten Tag meine Damen und Herren,
Zur Erhaltung Ihrer Gesundheit, muss ich Ihnen den folgenden Fall darlegen:
„Wir hätten nie gedacht, daß es soweit kommt!“ Dies Luzi Stamms Aussage zur Feststellung von Hansjörg Fehr, daß er für das Anti-Rassismusgesetz gestimmt hatte.
Auf die Frage des Moderator Urs Leuthard, was beim Antirassismusgesetz nicht funktioniere: „Es funktioniert insofern nicht, weil eine Zwietracht zwischen zwei Staaten herrscht. Es ist nicht normal, dass auf Grund eines Vorfalles, der sich vor 90 Jahren ereignete, Bundesräte der Schweiz aus Staatbesuchen in die Türkei ausgeladen werden. Das war nie der Zweck des Antirassismusgesetzes.“
– Dies sind original Aussagen aus der Sendung Arena des Schweizer Fernsehens SF von Freitag, 6.10.2006
Na dann Herr Stamm! Dann sollten wir wohl alle Gesetze so anpassen, daß sich auch sicher kein anderer Staat daran stört. Es bleibt festzuhalten, daß kein Gesetz den Zweck haben darf, daß Bundesräte aus Staatsbesuchen ausgeladen werden. Wo bleibt die Neutralität, Herr Stamm? Die viel zitierte Souveränität?

Die Folgen:
Heerscharen von angezeigten und verurteilten Kiffern und Kleinkriminellen, Einbrechern, Gewalttätern, Steuerhinterziehern, u.v.m., wenden sich an die SVP Zentrale mit Bitten an Luzi Stamm, sich für sie einzusetzen. Sie hätten nie gedacht, daß das Betäubungsmittel- und all die anderen Gesetze je anwendet würden.
Ob sich Luzi Stamm ihrer annimmt ist noch unklar. Er wird sich aller Voraussicht nach an Christoph Blocher wenden, der wohl in absehbarer Zeit wieder die in die Türkei reisen wird, um entsprechende Gesetze von dort aus zu kritisieren.
Auf der anderen Seite machen sich diverse kriminelle Türken auf den Weg in die Schweiz, da sie sich ihrer sicher wähnen den Schutz von Christoph Blocher zu haben. Er wird sie schon rauspauken. Alles was es braucht, ist die Frage eines Türkischen Ministers, warum die denn verhaftet bzw. angezeigt wurden.
Aus der SVP Zentrale hört man, dass laut darüber nachgedacht werde, bei Länderspielen gegen die Türkei, für Türkei einen Vorsprung von mindestens drei Toren zu verlangen. Eine entsprechende Unterschriftensammlung sei lanciert. Es gehe schließlich um das angespannte Verhältnis Schweiz – Türkei.
Vom Flughafen Atatürk in Istanbul erreichen uns Berichte, wonach sich mehrere Schweizer Parlamentarier vor dem Zoll aufhalten und auf eine schnelle Abfertigung hoffen sollen. Diese Hoffnung scheint jedoch nicht allzu bald Realität zu werden und sie wähnten sich an gleicher Stelle wie Köbi Kuhn vor nicht allzu langer Zeit. Weiter wird berichtet, daß die Parlamentarier Aktenkoffer voller Gesetze dabei hätten, um von der Türkei aus just diese zu kritisieren. Die langen Wartezeiten würden überbrückt mit dem Lesen von alten „Frei ich ficke ihre Mutter“ Plakaten oder mit dem Blättern in Wörterbüchern Deutsch-Türkisch unter „Entschuldigung“, „schlecht“, „Gesetz“, „bald“ und „ändern“, sei beobachtet worden.
Viele der Parlamentarier hätten am Zoll betont, daß eigentlich die Türkei hätte an die WM reisen müssen. Streller, Barnetta, Cabanas und Co. möge man sowieso nicht; von irgendwelchen Straffstößen sei die Rede gewesen. Auch der Verkauf von „Die Schweiz ist Schweiß“ T-Shirts laufe bestens. Die Absicht dahinter scheint ebenfalls die Verbesserung des Verhältnisses Schweiz – Türkei. Man munkelt, daß man lieber in Ankara statt in Flims die Herbstsession abgehalten hätte. Dies nicht nur wegen des billigeren Mineralwassers.
Die Türkei meldet gleichzeitig, daß der Tourismus wieder anziehe und man stelle sich auf die vielen Parlamentarier entsprechend ein. So würden vorgedruckte Lückentexte in türkischer Sprache verteilt, die nur noch mit Gesetzesartikeln ergänzt werden müßten, welche man für unnötig halte. Die Anträge für eine türkische Staatsangehörigkeit hätten sich mehr als verdoppelt. Kriminellen Schweizer versuchten offenbar, die Gunst der Stunde auszunutzen. Ob sich der Vorsteher des Justizdepartements für alle Neu-Türken einsetzen kann steht noch offen.
Wir verbleiben und warten ab.
Freundliche Grüsse
Ihr Dr. Klinken