Dr. Klinken – hilft! doktorklinken@hotmail.com

September 28, 2007

Auch Punkt CH hat man in 20 Minuten gelesen

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altpapierSeit geraumer Zeit verstellen Rednertische im Kleinformat Hauseingänge, Strassenzüge, Treppenabgänge, Terrassen. Man trifft auf sie beim Einkaufen, Nachhausekommen, Indenausganggehen, Spazieren, Wandern, Fahrradfahren, Aufdenzugeilen, Überzeitungsständerfluchen, betrunken Druchdiegassenschwankend, bekifft Übersinnundunsinnderweltsinieren. Die putzigen Metalldinger sind die Extremitäten des Kindes welches aus der medialen Gebärmutter von Sacha Wigdorovits hervorkam. („Ach, wie süss! Guliguliguuu! Agugugu! Guguuseli Dada! Ist denn die Geburt gut verlaufen? Oh, schau mal wie es meinen Finger greift!“)Punkt CH wurde es getauft und ist die zweite tragbare Litfasssäule aus Zeitungspapier im Deutsch sprechenden Teil der Schweiz. Trotz des geringen Alters finden sich bereits Charakterzüge eines Teenagers oder auch richtig altkluges eines Erwachsenen. Teenager insofern, dass man sich einfach nicht darauf verlassen kann, ob der tabloide Bengel überhaupt auftaucht. Oder ist es doch Zuverlässigkeit? So scheint das in vielen Haushalten, bei mir noch vor dem Haus stehende Metalltischlein im latexschen Fetischkleid zuverlässig leer zu bleiben. Der einzige Tag an dem dies zu funktionierte war der Tag der Lancierung. Wäre auch allzu peinlich gewesen eine Zeitung ohne eine Zeitung zu lancieren…Wie auch immer. Die Idee mich bereits beim Verlassen des Hauses mit einem Alibi auszustatten, welches mich später im überfüllten Zug vor unangenehmen morgendlichen Blickkontakten rettet, scheint Sinn zu machen.Es muss nicht generell um ein Alibi zu handeln. Verallgemeinere ich, als einer der Nötigungsopfer, welcher aus genanten Gründen zum Konsum von 20 Minuten gezwungen wird, auf alle Gratiszeitungen, so würde ich nie ein gleiches Produkt mit qualitativ höher stehendem Inhalte erwarten. „Pfff…diese Gratiszeitungen! Sind alle gleich, die! Ruedi, bring mer no eis…“ Widererwarten, konnte ich feststellen, dass Punkt CH inhaltlich wie auch äusserlich „20 Minuten“ erheblich übertrifft. Kaum Paris Hilton, kaum Messerstechernews, kaum Titelseiten mit Dekolletés oder krassen Typen vom freestyle.ch. Das Druckerzeugnis zeigt sich erstaunlich gebildet. Es ist noch keine NZZ, auch kein Tagi, aber mit nüchternen Nachrichten von internationalen Konflikten und Inlandspolitik, fühlt sich mein leerer Morgenmagen geschmeichelter als wenn ich mein Hirn mit medialem Redbull überschütten würde.Herausgeber und Verleger ist der oben genannte Sacha Wigdorovits. Seines Zeichens Werber, Kommunikationsfachmann und Penetrator von Ingrid Deltenre. Kritiker der Penetrierten werfen ihr vor, von ihrem Lieben in ihrer Führung ständig beeinflusst zu werden. Ist kaum anzunehmen. So beschreitet doch SF DRS eher den Pfad des „20 Minuten“ mit Sendungen wie „Stunt Hero“ oder „Lost“. Vielleicht SOLLTE er mal Einfluss nehmen. Oder beeinflusst sie nun im Gegenzug ihn in der Gestaltung der Zeitung? Oder leiden die beiden ganz einfach am „Hans-im-Schnäggäloch-Syndrom“. Er hätte lieber das Fernsehen und sie lieber die Gratiszeitung. Doch lassen wir den Deltenre/Wigdorovits’schen Haushalt in Ruhe und erfreuen uns an einer kostenlosen Alternative zu „20 Minuten“. Der Kampf Gummibärli gegen Schwarzwäldertorte.Lieber Sacha Wigdorovits, ich möchte Dir hiermit zu einer gelungenen Zeitung gratulieren. So greife ich jeden Morgen voller Vorfreude mit grosser Sicherheit ins Leere! Hey, Vollaff! Sorg mal dafür, dass dein Saublatt ausgeteilt wird und ich nicht gezwungen bin über Lindsay Lohans Abbruch des Rehaaufenthalts zu diskutieren. Sonst muss ich dann bald zu „News“ (der baldige Dritte im Bunde) greifen.Freundliche GrüsseDr. Klinken

September 26, 2007

National- und Ständeratsqual

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Schafe sind so zottlig

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fleischwolf

Seit Montag wird die hauseigene Ziege der SVP vermisst. Sie hört auf den Namen Zottel. Christoph Mörgelis Forderung an alle Parteimitglieder, bei der Suche zu helfen stiess auf breite Unterstützung. An der Suche hätten sich sogar PNOS-Mitglieder beteiligt, obwohl man diese eigentlich nicht angesprochen hätte, meinte Mörgeli weiter. Man wolle ja niemanden hindern einem Aufruf der SVP Folge zu leisten. Gesucht wurde als erstes im Bürerwald. Er äusserte im Interview den Verdacht, es handle sich beim Verschwinden von Zottel um eine hinterlistige Verschwörung der in der Schweiz wohnhaften Ausländer. Weiter wurde Mörgeli ausfallend indem er wütend anfügte, dass Zottel wahrscheinlich zu so einem anatolischen Fleischspiess verarbeitet worden. Der lokale Kebabspezialist Yildirim teilte mir nach Rücksprache mit dem Hersteller Royal Döner mit, dass zwar sowohl schwarze wie auch weisse Schafe, jedoch keine Ziegen für den Kebabspiess verarbeitet würden. Eine Stichprobenkontrolle des Gesundheitsamtes, verteilt über die ganze Schweiz, konnte Mörgelis Verdacht ebenfalls nicht bestätigen.

September 25, 2007

Fuuuuck!

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alain sutter

Mir ist etwas Schreckliches klar geworden. Selbst der netteste, linkste, sozialste, antifaschistischste, Hippie hat unter dem langen, vollen und wallenden Haar auch nur eine Glatze!

September 23, 2007

Auf zum Atem

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 11:05

Atembonbon

Atombombe oder Atembonbon

Stellen Sie sich mal vor, dass in der gesamten Geschichte der Menschheit das Wort Atombombe mit dem Wort Atembonbon verwechselt wurde. Man bedenke der Unterschiede der Konsequenzen und des geschichtlichen Verlaufs! Man stelle sich vor: Enola Gay hätte nur ein Atembonbon abwerfen sollen…Der Iran strebte nur nach dem Atembonbon…Klein Ruedi erhielte von der Grossmutter eine Atombombe als Belohnung für die guten Schulnoten! Schrecklich. Naja, nichts würde wohl schlechten Atem besser bekämpfen als eine Atombombe in den Mund gesteckt. Oder nicht?

Sounds good, doesn’t it?

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Mischpult

Der Tontechniker ist ein Wesen, welches sich zu später Stunde vornehmlich in Clubs, Bars, Discohäusern, an Openairfestivals und Konzerten seiner, was immer das auch sein mag, Tätigkeit nachgeht. Vornehmlich im Pop, Rock und Hiphopgeschäft. Es handelt sich in den meisten Fällen um eine eifrige Person, gerne in schwarz gekleidet mit strengem Blick, welcher im Normalfall von einer schwarzrandigen Brille umrahmt ist, wie sie an Vernissagen frequentiert auftaucht, und strahlt die Macht einer grauen Eminenz aus, die sich ihrer Macht sehr bewusst ist. Unantastbar.

Der Tontechniker bewegt sich quick und auf leisen Sohlen durch die Hallen der Musikpaläste und erteilt seinen Untertanen kurze und klare Anweisung. Den aussenstehenden Beobachter ereilt irgendwie und unbewusst ein Gefühl von Schuld. Ein Gefühl, schlimmer als wenn schon wieder die Mutter anruft was uns daran erinnert, dass wir uns doch letzt Woche melden wollten. Dankbar soll man sein, dass jemand dafür sorgt, dass die Band überhaupt zu hören ist. “Der Tontechniker fummelt und schaltet in einem abgesperrten Revier, welches nie ein Mitglied des bezahlenden Pöbels je betreten dürfte. Wie ein CEO und Verwaltungsratspräsident in einem. Vasellas der Musik sozusagen. Er ist sich seiner Position sooo sicher. Er geht an den wartenden Schlagen vor der Kasse vorbei, als wäre er der Leadsänger selbst. Der Ort gehört ihm. Was wäre denn die beste Band der Welt ohne den Tontechniker. Arrogante Säcke! Niemand weiss wirklich ob es den Tontechniker wirklich braucht. Er steht da, verschiebt Riegel und drückt auf Knöpfe und dirigiert im Vorfeld des Auftritts die Band herum als arbeitete er in Augsburg…niemand hört die Unterschiede der Tonqualität. Ein Schildbürgerstreich sondergleichen. Gleich daneben sitzt zusammengekauert der verstossene Lichttechniker am meist um Welten kleineren Schalttisch oder wie das Ding auch heissen mag, und tut wenigstens etwas, was der Zuschauer bemerkt. Aber wer wagt es schon den Tontechniker zu entfernen? Wer weiss denn schon, welche Konsequenzen dies hätte? Vielleicht nichts. Gar nichts. Der Tontechniker ist vielleicht der nicht entzündete Blinddarm. Wer entfernt den, solange er nicht schmerzt? Niemand. Niemand würde überhaupt je nachfragen ob es den Tontechniker überhaupt braucht. Der männliche Nippel des Samstagabends. Der Lattemacchiato der Ausgangsszene.

Ihr Dr. Klinken

September 12, 2007

Drogen und Politik

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 5:33

Der aktuelle Wahlkampf verursacht Migräne und es schreit nach Auflockerung. Drogen könnten sicher dazu beitragen. Mein guter Freund Peter Griffin zeigt es uns im Selbstversuch.

noch länger nicht gelacht?

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lange nicht gelacht?

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September 11, 2007

Todmüde

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 8:24

wecker

„Wie kann ich ihnen dienen?“ fragt der streng dreinblickende Arzt in einem schroffen Ton. „Ich kann seit mehreren Tagen nicht mehr schlafen obwohl ich müde bin.“ antwortet der Patient, der mit schweren Augen soeben im knarrigen, schwarzen Ledersessel platzgenommen hat. „Hm“ gibt der Arzt von sich. „Haben sie versucht Schafe zu zählen?“ fragt der Arzt. Der Patient bejaht dies. „Haben sie versucht ein Buch zu lesen?“ bohrt der Arzt weiter. „Ja.“ „Eine Ausgedehnten Spaziergang?“ Der Patient wirft dem Arzt einen verwirrten Blick zu. „Haben sie es mit einer Tasse Tee probiert?“ Der Patient nickt niedergeschlagen. „Hm. Wenn sie in zwei Tagen noch nicht schlafen können, kommen sie wieder und ich gebe ihnen ein Schlafmittel. Guten Tag!“

Verwirrt schlurft der Patient in den Todestrakt zurück und versucht nicht an die morgige Hinrichtung zu denken.

August 30, 2007

St. Galler Nachrechten

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 5:30

Pfeil rechts

Kennen Sie das Gefühl kurz vor Weihnachten, wenn sie den Briefkasten öffnen dieser ein farbiges Paket beherbergt? Ein Kribbeln lässt sie erahnen, dass es ein Geschenk sein muss. Nun, heute ist mir dies nicht passiert. Ich öffnete den Briefkasten, in derselben Weise, wie ich dies zu Weihnachten zu tun pflege. Anstelle eines farbigen Päckli fand sich im Inneren des Kastens eine Zeitung die an Farbenfröhlichkeit einem Weihnachtspaket in nichts nachsteht. Gross prangert der Name der Zeitung zuoberst. St. Galler Nachrichten. Mein Blick schweifte, angezogen von grossen, roten und schwarzen Lettern, nach unten und ich las: „Geheimplan gegen Blocher“. Mir fiel die Zeitung beinahe aus der Hand. Ich begab mich verwirrt in die Wohnung und schlug das Druckerzeugnis auf und stellte fest, dass unterhalb der Erklärung um die Verschwörung gegen Blocher, Christoph Mörgeli meinte, dass er ebenfalls noch eine Tastatur bedienen sollte. So listet er, einer Todesliste gleich, alle diejenigen auf, die Blocher abwählen wollen. Dass die von Mörgeli genannten Personen Blocher abwählen wollen, ist etwa im selben Mass überraschend, wie dass Dr. House einen Patienten vorfindet der scheinbar nicht zu heilen ist, schlussendlich aber doch auf Aspirin reagiert, da es nur eine Migräne war obwohl der Patient von einer Schlange gebissen und fünf Skorpionen gstochen worden ist.

Aber zurück zum Thema. Dies war nur die Frontpage. Wendet man die Seite so lächelt mir ein Gesicht entgegen, dass zu der Stimme aus dem Radio passt, welches ich nie höre. Toni Brunner streckt sich über eine halbe Seite und wirbt für seine Wahl in den Ständerat. Die zweite Hälfte der Seite bedeckt ein mit drei roten Siegeln und den Unterschriften von Ueli Maurer und Caspar Baader versehener „Vertrag mit dem Volk“. Erst danach fing die eigentliche „Zeitung“ an.

Wären die St. Galler Nachrichten ein davongelaufenes Kind und die Eltern würden mich fragen, ob ich es gesehen hätte, würde ich folgendes antworten: „Es ist ganz hinten rechts. Dort wo der Boden schon leicht braun ist. Dort ist es normalerweise zu finden…“ Fährt man von St. Gallen Richtung Wittenbach so befindet sich die Redaktion an der Langgasse auf der linken Seite. Ob die dies wohl wissen? Ob wohl alle Mitarbeiter von Wittenbach her zur Arbeit kommen müssen um sich nicht nach links bewegen zu müssen?

Nach dem Schrecken der zwei ersten Seiten der St. Galler Nachrichten, meldete ich mich bei einer nahestehenden Person, die zweifelsfrei ähnlich reagiert haben muss. Diese Person sagte mir, dass sie schon bei der Zeitung telefonisch nachgefragt habe, was das soll und forderte mich auf dies auch zu tun. Also tat ich es dieser Person gleich und rief bei der Redaktion an. Eine freundliche Dame am anderen Ende der Leitung nahm meine Reklamation geduldig entgegen. Es wurde mir nahegelegt direkt mit dem Verlag Kontakt aufzunehmen. Ein klares Zeichen, dass ich nicht der einzige Anrufer zu diesem Thema war. Ich wählte die mir mitgeteilte Nummer und rief im Verlag an.

Dort nahm eine ebenfalls nette Dame meine Frage entgegen. Doch sie konnte mir nicht abschliessend darauf antworten, ob die St. Galler Nachrichten ein Parteiblatt der SVP oder eine unabhängige Zeitung sei. Sie meinte nur, dass es sich um eine Anzeige der SVP handle. Dies war mir nicht entgangen gute Dame. Wie auch. Darum rief ich ja an!!! Ich wollte jedoch wissen warum diese zuvorderst in der Zeitung und direkt unter dem St. Galler Nachrichten Schriftzug zu finden sei. Sie nahm meine Fragen, mit dem Versprechen alles dem Verlagsleiter weiterzureichen, entgegen. Bevor unser Gespräch durch das bekannte drücken der roten Taste endete, fragte ich noch, ob noch mehr Leute deswegen angerufen hätten. Sie bejahte und ich dankte ihr und legte auf.

Für alle die sich bei wegen der SVP-Anzeige beschweren oder einfach den St. Galler Nachrichten klar machen wollen, dass diese Zeitung unlesbar ist, hier die Nummer:

071 913 47 11 und Herrn Zehnder verlangen. Ist er „ausser Haus“ wie es bei mir der Fall war, so nimmt sicher jemand die Nachricht entgegen. e-mails an: info@st-galler-nachrichten.ch

Je mehr desto besser. Viel Spass!

Dr. Klinken

Sündenbock? Willst du nicht lieber etwas rechtes lernen?

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 5:24

svp logo

Wie lange dauert es noch, bis wir den Boden unseres zivilisierten Daseins erreicht haben? Wir nähern uns als gesellschaftliches Ganzes in grossen Schritten dem primitiven Ding, welches aus dem Wasser kroch, von den Bäumen stieg oder meinetwegen auch wie dem es Gott aus Lehm oder Rippen schuf, und entfernen uns in derselben Geschwindigkeit von der Vernunft. Dem vernünftigen Dasein, welches uns ein modernes Zusammenleben ermöglicht. Wer mit Menschen in Kontakt tritt, stellt fest, dass die Leute immer mehr Ängste äussern. Sei es vor Ausländern, Jugendlichen, fremden Fürsten, heimlichen Weltregierungen, Illuminaten, Freimaurern, Hooligans, Terroristen, CIA, etc. Verschwörungstheorien freuen sich einer grösseren Beliebtheit als Desperate Housewifes oder Bioprodukte. Bücher von Dan Brown finden reissenden Absatz. Die Liste der zu befürchtenden Gruppierungen und möglichen Ereignissen scheint nicht enden zu wollen. Überall scheinen Täter zu lauern, Gefahren an jeder Ecke. Menschen suchen nach Antworten und Sicherheit und strecken dabei ihre Hände aus nach alle was in irgendeiner Weise einen rettenden Ast erinnert. Bücher, Religionen, Überwachungskameras,…es muss doch einen oder mehrere Schuldige geben! Ich bin gut; ergo muss jemand anders böse sein. Hm.

Woran mag das liegen, dass die Menschen die kleine Stimme im Kopf, die sagt, dass eigentlich alles in Ordnung ist, ignorieren und stattdessen SVP wählen? Ich würde nie behaupten, dass wir in einer heilen Welt ohne Gefahr und Kriminalität leben. Das taten wir auch noch nie. Zu Beginn des menschlichen Daseins beknüppelten wir uns mit Holzkeulen, im Mittelalter war es unvorteilhaft weiblich und rothaarig zu sein und vor siebzig Jahren äusserte man seine freie Meinung solange, bis man den Zug bestieg. Oneway. Soviel zur gefährlichen heutigen Welt. Gefahr lauert tatsächlich überall. Im Strassenverkehr, Zuhause, im Zigarettenpaket, in der Flasche, in Form der Bequemlichkeit, etc. Und ja, es gibt Terrorismus, Kriminelle, gewalttätige Fussballfans. De Facto zeigen jedoch die Kriminalitätsstatistiken, dass die Kriminalität abnimmt. Woher also diese Angst?

Sind die Medien an den Ängsten der Menschen schuld? Stoooooopp…schon begehen wir denselben Fehler! Wir suchen einen Schuldigen der uns Nachts nicht mehr schlafen lässt. Es ist in demselben Mass die Schuld der Medien, dass ich mich ängstige, wie es McDonald’s Schuld ist, dass ich übergewichtig bin. Was jedoch feststeht ist, dass sich die SVP an der Spitze dieser Hexenjagd stellt und den Pöbel zielgerichtet zu den Leuten führt, welche unsere Brunnen vergiften und dafür sorgen, dass unsere Kälber Fehlgeburten erleiden. „Ah, hier wohnen die Sündenbocks. Schau dir nur mal deren Garten an.“ Die SVP schürt aus wahltaktischen Gründen diese Ängste noch mehr. Die Weltwoche und regionale Kleinzeitungen, namentlich die St. Galler Nachrichten tragen ihren Teil dazu bei, dass Rassismus wieder sehr salonfähig geworden ist. Im Sinne von: „ich sag ja nur was Blocher und die Weltwoche sagt“. Hören sie sich doch mal um! Es ist wieder sehr o.k. gegen Ausländer zu fluchen.

So genug gequatscht. Köppel, Mörgeli, Welte; ihr könnt mich mal am Arsch lecken!

In diesem Sinne

Dr. Klinken

August 21, 2007

Der Sommer Teil 3:

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 9:02

Radio

Um einen produktiven Tag in die Wege leiten zu können sind die Dusche und der Kaffee vielgenannte Mittel. Nun, produktiv waren meine Tage im Sommer wohl eher nicht. Dennoch wollte ich aus hygienischen und weckenden Gründen weder auf das Eine noch das Andere verzichten. Frohen Mutes begab ich mich zur Musikanlage und wählte eine Frequenz von der ich mir versprach, meine Dusche musikalisch passend untermalen zu können. Meine Wahl fiel, wohl mehr aus Gewohnheit auf DRS 3. Ein Fehler! Schon nackt und nass befand ich mich nun in der Dusche und es blieb mir nichts anderes übrig, als die Musikwahl eines Redaktors zu ertragen, der entweder ein 12-jähriges Kind von 1991, taub oder von solcher Ignoranz beseelt war, die Kombination der gespielten Noten als gut zu empfinden.

Verärgert darüber, dass mir DRS 3 die Morgendusche gründlich versaut hatte, begab ich mich wieder zum Radio um diesen auszuschalten. Inzwischen war auch die Hoffnung gestorben, dass es nur dieses eine Lied war, dass in meinen Ohren schmerzen würde. Mittlerweile war „Barbiegirl“ von Aqua der würdige Nachfolger von „There’s a party“ von DJ Bobo geworden. Misstrauisch verfolgte ich die Auswahl an Songs auf DRS 3 die nächsten Tage und es zeigte sich keine Besserung. Von Ärger getrieben verfasste ich ein, unter den Umständen verständlich, zynisches e-Mail, worin ich auf die Geschmacksarmut in der Musikredaktion hinwies und nach Antworten verlangte. Überraschenderweise kam nach zwei Tagen eine Antwort. Mir wurde mitgeteilt, dass meine Nachricht an die verantwortlichen Personen weitergeleitet würde, ich jedoch verstehen müsse, dass aus zeitlichen Gründen nicht auf jedes Mail eingegangen werden könne. Nun, diese zeitlichen Gründe schienen in meinem Fall ihre Wirkung zu zeigen und ich habe bis heute weder eine Stellungnahme, noch hat sich das Tagesprogramm verbessert.

Als Alternative zog ich nun den hiesigen Sender Toxic.fm als Duschunterhalter in Betracht…es stellte sich heraus, dass dieser Sender ausschliesslich Indiemusik spielt. Wer meine Meinung zu Indiemusik noch nicht kennt, dem empfehle ich das Lesen des Textes „Der Sommer: Teil 2“. DRS 3 und Toxic.fm konsumiere in gleicher Weise wie ich wie „Pfahlbauer von Pfyn“; nicht mehr! Der MP3-Player ist ein mehr als würdiger Ersatz. Meine Mitteilung an DRS 3 ist, dass ich aus zeitlichen Gründen blablabla und leckt mich an meinem bleichen Arsch!

Der Sommer: Teil 2

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 8:58

Gitarre

Der Sommer bringt nicht nur Sonne, Wärme und erhöhten Fleischkonsum, sondern auch jede Menge Openairfestivals. Meiner Bequemlichkeit kam es sehr entgegen, dass just ein solches Festival in der Nähe stattfinden sollte. Um nicht ganz unwissend zu sein, informierte ich mich im Vorfeld über das Programm und musste zu meinem Schrecken feststellen, dass ich von kaum einer Band schon gehört hatte oder noch schlimmer just diese Geschmackskolben stimulierte, welche Musik als bitter erklingen lassen. Sollte ich deswegen gar nicht zum Festival gehen? Nein. Was war denn die Alternative? Die meisten Leute die mir am Herzen liegen und sich zu dieser Zeit in der Stadt befanden, versicherten mir, dass sie dorthin gehen würden. So kam es also, dass ich mich näher über das Angebot der Bands informierte.

Wie der Verschwörungstheoretiker ständig auf Unregelmässigkeiten und Lügen trifft, tauchte bei meiner Recherche zu den Bands immer wieder der Begriff „Indie“ auf. Im Gespräch mit Leuten wurde gerne der Begriff „mann“ hinten angehängt. „Indie, mann“. Die Tonlage und der Gesichtsausdruck entsprach dabei etwa der Reaktion einer Person, die vor nicht allzu langer Zeit Marihuana konsumiert und soeben im Kühlschrank ein reich belegtes Brötchen und einen gekühlten Eistee entdeckt hat. Der Marihuanakonsum war wohl nicht weit von der Realität entfernt. Mit einer Prise zuviel Enthusiasmus berichteten mir Menschen in durchgewetzten Converseschuhen und kurzen schwarzen Lederjacken von magersüchtigen Männern in zu engen Hosen, die auf Elektrogitarren und Schlagzeugen Musik machten. Gespannt lauschte ich den Ausführungen und erinnerte mich wage…Gab es das nicht schon mal in den achtziger Jahren? Die Beschreibung passte irgendwie auf Axl Rose…Je länger ich zuhörte, desto mehr schien es unmöglich zu sein, eine andere Auffassung über eine Indieband zu haben als diese einfach nur geil oder hammermässig zu finden. Virusartig schien sich die einstimmige Meinung von Menschen im Alter von 20+ Besitz ergriffen zu haben, wobei alle irgendetwas von Individualität und Einzigartigkeit brabelten.

Gestärkt durch die Informationen begab ich mich ins nächste Gespräch über das Festival und konnte nun ein paar Namen nennen. Fehler! Nachdem ich einen Bandnamen von mir gegeben hatte, wurde ich vorwurfsvoll angeschaut und energisch aufgeklärt, dass diese Band „voll Kommerz“ sei und einen Vertrag bei einem grossen Plattenlabel habe. Gut seien die anderen, welche aufs Establishment und grosse Plattenfirmen scheissen würden und eigentlich lieber in einer kalten und feuchten Garage spielen würden, als im luxuriösen Tonstudio. Verwirrt durch die eben erfahrene Lektion begann es in meinem Kopf zu surren. Was machte den nun eine gute Indieband? Die Musik? Die Philosophie? Die Frisur der Bandmitglieder? Wie Indie war ich? Ich ging aufs Festival um dem Mysterium auf den Grund zu gehen kam zu einem klaren Resultat:

1. mein Kopf surrte nach dem Konsum von Indiemusik noch mehr
2. the world doesn’t need another Indieband
3. leckt mich an meinem bleichen Arsch!

Der Sommer Teil 1

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 8:47

Patrick Star

Nun ist es endlich geschafft. Der Zirkus und seine Freaks haben ein Ende. Ich spreche hier nicht von einem Zirkus, der kleine Kinder und im Ausnahmefall noch deren Eltern an einem verregneten Samstagnachmittag in einem grossen, müffelnden Zelt mit kalten Sitzen und nervtötender Musik erfreut. Nicht der Zirkus, wo am Eingang ein kleinwüchsiger Clown Programmhefte verkauft und dem belustigten Besucher manchmal das Portemonnaie entwendet wird, um es dann unter erstauntem Gelächter während der Vorstellung in der Manege vom „Klaukünstler“ wieder abholen zu müssen. Ich meine nicht den Zirkus, der meinen Argwohn und meine Abneigung gegenüber Clowns verstärkte. Nein, ich spreche vom alljährlich wiederkehrenden Sommerprogramm des Schweizer Fernsehens.

„Saläweidli“, „Schule wie vor 50 Jahren“ und jetzt „Die Pfahlbauer von Pfyn“. Wie langweilig die Namen zu den noch langweiligeren Sendungen nur schon klingen. Ein Ideenreichtum wie DJ Bobo, wenn er eine neue Platte tauft. Gewöhnliche Menschen, die sich im Rahmen eines „Experiments“ in Kleidung und Rolle der entsprechenden Zeit werfen, um mit dem Elan eines neuen Turnlehrers für Oberstufenschüler den authentischen Aufgaben widmen. Der enttäuschte Zuschauer muss dann leider feststellen, dass die Hoffnung auf Unterhaltung im langweiligen Sommerprogramm nicht erfüllt werden kann. Es nennt sich Sommerloch und es wurde von den Produzenten von SF noch tiefer gegraben. So nähert sich das Zusammenleben der Pfahlbauer diesen Sommer nicht annähernd an das in den USA durchgeführte Experiment mit Wärtern und Gefangenen, alternativ die gleichnamige deutsche Verfilmung an.

Seien wir doch mal ehrlich. Wer möchte schon in den Ferien noch etwas über die Pfahlbauer, geschweige denn überhaupt etwas lernen. Man lechzt nach Entspannung und nach höchstens leichter intellektueller Anregung. Falls es doch dazu kommen sollte, finden sich in jeder Bibliothek Regale mit Geschichtsbüchern. Geht man nun dem hintersten Regal entlang bis an dessen Ende und bückt sich nach ganz unten, findet sich dort eventuell ein Exemplar zum Leben der Pfahlbauer. Eventuell sage ich darum, dass sich das erwähnte Buch um dessen Ausleihefrequenz zu steigern in der Kindersektion befinden könnte. Der Fernsehzuschauer hofft auf Streit, Menschen an ihren Grenzen, leichtes Blutvergiessen, wüste Beschimpfungen, Konsum von pfahlbauerischen, pflanzlichen Drogen und ein Ausbruch aus dem Camp mit der anschliessenden Jagd. Nichts dergleichen fand statt. Alle Teilnehmer schienen irgendwie nur unter dem Einfluss von stimmungshebenden Drogen zu stehen. Das nichtendenwollende Grinsen liess keinen anderen Schluss zu. Oder wer bekam schwitzige Handflächen oder musste sich den Bauch halten vor Lachen, als eine der Frauen aus Kräutern eine Pflegespühlung herstellte? Niemand. Der lethargische Zustand übertrug sich in seltsamer Weise unaufhaltsam auf den Zuschauer, sodass es in meinem Fall nicht mehr möglich war den Kanal zu wechseln, geschweige denn auszuschalten und aufzustehen. Hat sich das Schweizer Fernsehen dazu verpflichtet keinen Spass und Unterhaltung zu zeigen? Daran kann es nicht liegen. So führen uns das ganze Jahr über Sendungen ohne jeden Sinn und Zweck durch das Nachmittags-, Vorabend-, und Abendprogramm. Oder musste alles was Sven Epiney das Jahr über verbrochen hatte, kompensiert werden? Ausgerechnet im Sommer soll der Quatsch ein Ende haben und der Public Service-Auftrag ernst genommen werden?

Eine Meldung liess die Hoffnung in mir aufkeimen. Frank Baumann lanciert eine neue Sendung! Gerne erinnere ich mich zurück an die Sendung „Ventil“. Frank Baumann will in der neuen Sendung mit Prominenten in einem Boot fischen gehen ohne ein Wort zu wechseln. Seite an Seite mit DJ Bobo ohne dass dieser den Mund aufmacht. Ein wunderbarer Gedanke, finden Sie nicht? Noch nie da gewesen. Sie fragen sich nun vielleicht, wieso ich nicht einfach den Fernseher ausschaltete und den warmen Abend draussen verbrachte. Ist ja wohl mir überlassen, wie ich den Abend verbringe. Ich hab’s ja zu Beginn erwähnt. Es ist Sommer und ich sehne mich nach Sinnlosigkeit und lege meine Vernunft in den Liegestuhl an der Sonne der simplen Unterhaltung. Wie haben Sie denn ihre Sommerabende verbracht? Hungernde Kinder gerettet? Die Existenz von Gott bewiesen oder widerlegt? Einen Krieg beendet? Jeden Abend mit guten Freunden gegrillt? Gute Gespräche bei einem guten Glas Wein geführt? Sollten Sie auf eine der Fragen mit Ja antworten können; hier ein „Bravo“ und ich applaudiere. Ansonsten leckt mich an meinem bleichen Arsch!

März 17, 2007

Unser Lehrer Ueli Maurer!

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 2:40

Ueli Maurera

Ueli Maurer prostituiert sich passend zum Wahljahr wiedermal auf dem politischen Strassenstrich mit provokativen Thesen zur Schweiz. An der Delegiertenversammlung der SVP in Lugano erbricht er wiedermal den bekannten SVPschen Mageninhalt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Ueli Maurer lehrt uns wichtige Lektionen und bessert unser Vokabular auf:

1. Nach Maurer wurzelt die „Gesetzlosigkeit“ und „Barbarei“ , die in der Schweiz zu finden sei, in der „Multikulturalität“.

Ach wie schön, wenn Ausdrücke wie „Gesetzlose“ und „Barbaren“ wieder in unserem Alltagsvokabular zu finden sind. Wie haben mir doch die Worte gefehlt, als sich nach dem letzten Fussballspiel die Fans die Köpfe einschlugen. Nun weiss ich es. Es sind Barbaren! Dass die Ursache dafür in der Multikulturalität zu finden ist wusste ich nicht. Oder der dunkelhäutige Mann, dem ich eines Abends im Stadtpark begegnete…er hat mir zwar nichts angetan, aber er sah bedrohlich aus und ich fühlte mich sehr unwohl. Früher nannte man diese Menschen wohl „Sans Papier“. Dank Ueli Maurer weiss ich jetzt besser. Es sind Gesetzlose! „Verlasst unsere Stadt, Gesetzloser!“

2. Masseneinwanderung und Masseneinbürgerungen hätten der Schweiz vielerorts
das traditionelle freundliche Bild geraubt, sagte Maurer. An dessen Stelle
träten «multikulturelle Brutalität», Gesetzlosigkeit und Barbarei, wie sie
die westeuropäische Tradition nicht kenne.

„Das traditionelle freundliche Bild…“ Oh, wie vermissen wir das „traditionelle freudliche Bild“! (Das was?! Ist auch nicht wichtig. Es hat auf jeden Fall mit Tradition und Freundlichkeit zu tun)

 Also. Das traditionelle Bild ist weg. Wessen Schuld ist das? Antwort:
Masseneinwanderung und Masseneinbürgerungen. Einfachste Mathematik. Masseneinwanderung…mal sehen…die grösste Einwanderergruppe sind…Richtig! Die Deutschen.

Die Lösung für bereits eingebürgerte Ausländer, die gegen das Gesetz verstossen, lautet nach Maurerscher’ Theorie: Den Pass wegnehmen. Aber klar doch! Das wird jeden wieder auf die richtige Bahn bringen. „Du hast geklaut. Jetzt nehm ich dir den Pass weg!“ Ok. Inwiefern dies zur Problemlösung beiträgt wird nicht weiter erläutert.

Die seelische Lücke, welche das verschwundene traditionelle freudliche Bild hinterlässt wird nach Maurer also mit multikultureller Brutalität gefüllt. Was zum Geier ist denn „multikulturelle Brutalität“? Wäre nicht das Gegenteil in Form der arischen Brutalität passender? Es sind doch so viele Deutsche die kommen…

Sehr geschickt stellt Maurer auch Gewalt von Barbaren, Multikulturellen und Gesetzeslosen, westeuropäischer Tradition gegenüber. Welch ein Vergleich. Ernsthaft behauptet er, die westeuropäische Tradition kenne keine Gesetzlosigkeit und Barbarei. Lieber Herr Maurer. Na dann fragen sie doch den hauseigenen Historiker mal, wie es denn die letzten Jahrhunderte so mit der Gewalt in Westeuropa (Schweiz inklusive) so aussah. Kreuzzüge, Napoleon, Schweizer Söldner, die Römer, drittes Reich, usw…sogar Tell war bekannterweise der Sage nach nicht gerade nur diplomatisch und wortgewandt.

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

März 2, 2007

Halt die Tasche fest!

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 12:35

Laptop

Oh, liebe Doris!

Ich bin verschwunden. Wie konntest du mich nur so ignorieren. Mich! Du hattest nur noch Augen für alle anderen. Es musste ja soweit kommen. Ich dachte, dass wir füreinander bestimmt seien. Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommt zwischen uns zwei. Nie wollte ich von dir getrennt sein und nun das. Nie mehr werden mich deine sanften Finger berühren. Du wusstest immer die richtigen Knöpfe zu drücken um die gewünschte Reaktion bei mir zu verursachen. Ich war deiner immer hörig und hätte alles für dich getan. Stunden haben wir miteinander verbracht ohne reden zu müssen. Schweigsam einander gegenüber. Doch nun bin ich für immer weg und wir werden uns nie mehr sehen.

Ich vermisse dich!

Dein Laptop

Februar 28, 2007

Musicstar – Wer wird wohl die Siegerin?

Gespeichert unter: Lustiges fürs Wartezimmer — doktorklinken @ 12:12

Wer wird wohl die Siegerin oder der Sieger des Wettbewerbs der Deutschschweizer Popindustrie? Naja, vielleicht doch nicht Pop-Industrie. Wir sprechen hier wohl eher von einem überschaubaren Familienbetrieb. Schauen wir uns die Kandidaten doch mal an. Da hätten wir den verbliebenen männlichen Kandidaten in der Runde. Sie sehen. Ich vermeide den Begriff „Mann“ zu verwenden wenn ich von Brian Aewerdkcwer…Byweimered…ähh…momentmal…Brian Abeywickreme (musste schnell im restlichen WWW nachsehen). Wie auch immer; der gute Kerl ist noch übrig und spielt mit im Rennen um die Krone des Sängers der ca. ein Jahr im Buisness bleiben wird und dann wieder in den Kreis von uns untalentierten zurückkehren wird. Brian also…nicht gerade ein Leichtgewicht. Springt er noch mal so von der oberen Bühne auf eine tiefergelegene, so kann man wohl davon reden, dass er die Bühne rockt. (to rock = engl. für schaukeln, bewegen). So scheint auch seine Bewegungsmotorik nicht sehr fein abgestimmt zu sein. Dies auf alle Fälle im tänzerischen. Ich erinnere mich an Telefonzellen oder Auberginen, die besser getanzt haben, als er…

Wer den Namen Brian Abeywickreme hört, denkt an einen Menschen von internationalem Vormat. Oh so irrt man doch. Die Erscheinung des guten Brian erinnert eher an Tony Brunner als an Robbie Williams. Gewinnt Brian diesen Wettbewerb heisst das nicht, dass er keinen Erfolg hat. Renzo Blumenthal hat auch Erfolg in seiner Sparte und nur eine Minderheit findet ihn toll. Also Brian, go for it!

Dann Fabienne. Übertrifft Brian im sängerischen und im tänzerischen. Ansonsten die Ausstrahlung einer eben entfernten Glühbirne. Noch warm aber man weiss, dass sie schnell auskühlt und lässt den Schmerz daher ertragen.

Zum Schluss noch Sandra. Keine Diskussion. Singen: super! Tanzen: naja! Aber wer muss schon tanzen können, wenn er/sie singen kann wie ein Gott. Hat wohl am meisten Potenzial auch etwas im Showbiz aus sich zu machen ohne Rücksicht auf den Ausgang der Abstimmung. Die einzige der Kandidatinnen, der man glaubt wenn sie sagt: „ihr werdet noch von mir hören!“

Freundliche Grüsse

Dr. Klinken

Februar 23, 2007

„Der Song «Vampires Are Alive» löst nicht auf Anhieb Begeisterung aus“ – Nein, sicher?!

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 11:34

DJ Bobo

Heute erfahren wir im Blick, mit welchem Song uns DJ Bobo am Liederstreit der Länder Europas vertreten will. „Vampires are alive“ heisst das neueste Werk aus der Hitküche des Mannes der den „Aargauerbart“ erst bekannt gemacht hat. Diesen auch nach wie vor trägt. Der Erfolg gibt DJ Bobo wohl recht. Seien wir doch zuversichtlich, dass ein Lied über Vampiere aus der Kehle eines für diese Musik zu alten Mannes uns, und damit meine ich die Schweiz einige Punkte aufs Konto führen kann…Wenn Länder dabei sind, dass in dem nur 10-jährige leben!!!

Es ist schon schlimm genug, dass sich René Baumann „DJ Bobo“ nennt. Wer hat ihn denn früher so genannt? Seine Mutter? Sicher keine coolen Freunde mit denen er angeblicherweise gesprayt hat. „Bobo“…ein Name der wohl heutzutage zu sofortiger Jugendgewalt führen würde.

- Hej Sali, wiä heissisch du?

- Hoi, Bobo min Namä.

- Wa?! Wötsch mi aafiggä? Wa lüügsch mann!

- …Aua! u.s.w.

Nach Bobos Aussagen findet er die Inspiration zu seinen Liedern auf der Strasse und im richtigen Leben. …Ok…“There’s a party“, „Pray“ oder „Respect yourself“ haben uns davon mehr als überzeugt. Doch jetzt kommts erst richtig Dicke. Im Interview mit Blick sagt Baumann auf die Frage wie er auf das Thema Vampire gekommen sei folgendes (denkt daran, dass der Mann 39 Jahre alt ist!!!):

„Wir hatten ursprünglich zwei Themen auf dem Tisch. Das erste handelte von einem Raumschiff, das auf einem Planeten gestrandet war. Parallel dazu beschäftigten wir uns mit den Vampiren. Irgendwann realisierte ich, dass die Raumschiffthematik ohne Emotionen ist und dadurch zu wenig hergibt. Unsere Vampire haben Gefühle, sie leben. Diese Vampire sind so reichhaltig, dass wir damit unser ganzes nächstes Album füllen können.“

Was für Sitzungen! „Ich hätte da eine Idee. Sie handelt von einem Raumschiff optional von Vampiren.“ In welchem anderen Betrieb könnte man solche Gedanken auf den „Tisch“ bringen. Did I say that out loud…Wer nach diesen Aussagen noch nicht glaubt, dass René Baumann nicht ein ernsthaftes Drogenproblem hat ist entweder zehn Jahre alt oder jünger oder aber sollte vielleicht selber mal sein eigenes Konsumverhalten bei bewusstseinserweiternden Drogen überdenken.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Dr. Klinken

Januar 24, 2007

Euro 08 – Slogan Schmogen

Gespeichert unter: News — doktorklinken @ 8:33

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Der heutigen Presse ist zu entnehmen, dass sich die Schweiz und die Uefa über finanzielle Aspekte geeinigt haben und wie der offizielle Slogan zur Euro 08 lauten wird: „erlebe Emotionen“. Der inoffizielle Slogen wurde noch nicht kommuniziert. Die Gerüchteküche kocht jedoch und es dringen die Slogans „Hüte auf“ und „nicht nur die Milch ist sauer“ an die Öffentlichkeit. Vorschläge sind an die Uefa zu richten.

Sie denken jetzt sicher, dass ich nicht ganz bei Sinnen sein muss, auf solche Slogans zu kommen. Vielleicht liegen sie gar nicht so falsch, aber was ich damit eigentlich sagen will, ist dass es sie wohl eher interessiert, warum in St. Gallen die Wurst ohne Senf gegessen wird oder wie weiss denn nun Milch ist, als welchen Slogan, das Komitee Euro 08 gewählt hat. Schon gar nicht ob dieser nun der offizielle ist oder nicht. „Der Offizielle Slogan“…Könnten sich denn chinesische Sloganschreiber in die Schweiz geschlichen haben und einfach eigene Slogans unter die Leute bringen? Dies hätte wohl gewaltige finanzielle Einbussen zu folge…Ich kenne mich damit nicht aus, aber der Slogan muss wohl mit „offiziell“ gestempelt werden. Hoffentlich sind die Namen Trix und Flix ebenfalls die offiziellen. Sie fragen sich wer Trix und Flix ist? Es handelt sich um die Namen der beiden Masskotchen für die Euro 08 und nicht wie vielleicht anzunehmen ist um die Moderatoren der Sendung Musicstar.

Freundliche Grüsse

Ihr Dr. Klinken

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